Das BUNDspechte Sommercamp 2016

 

Nachdem wir in den vergangenen Jahren zweimal mit dem BUNDspechte Sommercamp im Pfaffengut in Plauen zu Gast waren, hatten wir in diesem Sommer den größten Stausee Deutschlands, die Bleilochtalsperre, als Ziel gewählt. Vom 3. bis zum 8. Juli veranstalteten wir in Kloster das diesjährige Sommercamp. Der fröhliche Thomas, der dort tätig war, hatte den Kontakt vermittelt. Er war durch seine Kenntnis vom Gelände und seinem persönlichen Kontakt zum Seesport und Erlebnispädagogischen Zentrum Kloster (SEZ) eine große Hilfe für das diesjährige Camp. Die zehn Kinder schliefen in unseren Zelten direkt am See, ebenso ein Betreuer. Für die Essenzubereitung stand uns ein überdachter Kochplatz zur Verfügung.

Durch die Angebote vor Ort konnten wir in diesem Sommer den Kindern viele Aktivitäten bieten. Ein Höhepunkt war so zum Beispiel die Paddelboottour in Richtung Staumauer. Der Floßbau war ein weiterer Höhepunkt. Dazu bauten die Kinder sich selbst Flöße aus KG Plastikrohren (leicht und transportierbar), die sie mit Stricken verbanden. Diese schmückten die Kinder mit diversen Materialien, die sie zuvor in einem Quiz gewonnen hatten. Das alles mussten sie zum Wasser tragen und dort zusammen setzen. Dann durften die kleinen Erbauer in See stechen.

Ein weiteres Highlight war der Ausflug zur Sommerrodelbahn. Auch die kleine Wanderung nach Saalburg mit Besuch des Eiscafés blieben in guter Erinnerung. Und es gab, was in keinem Sommercamp fehlen darf, ein Lagerfeuer mit Knüppelteig. Da wir in diesem Jahr weiter weg von Wald und Gehölzen untergebracht waren, war die Beschaffung von Feuerholz mit einem längeren Fußmarsch verbunden. Aber die Kinder waren freudig dabei.

Nach dem Feuer und der selbstgebackenen Pizza, sahen sich alle gemeinsam das Fußball EM Halbfinale zwischen Frankreich und Deutschland an. Schön war an diesem Camp auch die Nähe zum Wasser, zum abkühlenden Bad im Stausee, dessen Staumauer wir bei einer Bootstour gesehen hatten.

Besonders hat es mich gefreut, dass die Brüder Wilhelm (9 Jahre) und Wilfried (10 Jahre) M. nun schon zum dritten Mal am Camp teilgenommen haben. Mir wird ihre lustige, fast schelmische Art sehr fehlen, sollten die beiden BUNDspechte Sommercamp Veteranen beim nächsten Mal nicht mehr dabei sein. Dabei meckert der etwas mäkelige Wilfried jedes Mal und sagt: "Ich fahr nie wieder mit!" Ihre Mutter erzählte im Interview, dass die beiden nicht immer so begeistert waren und fast ins Sommercamp gedrängt werden mussten. Dafür stiegen sie am 8. Juli aus dem Zug, fielen ihrer Mutter in die Arme und sagten zu ihr, dass es total schön war. Und das war es.

Das ist für mich immer der schönste Moment, für den sich die ganze Arbeit lohnt, wenn die Kinder nach der Woche ihren Eltern in die Arme fallen und ausdrücken, wie schön sie die Woche fanden, die Begeisterung noch im Gesicht.

Text: Sven Jaeckel

Bilder: Daniela Zobel

 



Ansprechpartnerin

Elisa Buchterkirchen

Arbeitskreis Umweltpädagogik

0341 / 3 06 53 95

elisa.buchterkirchen@bund-leipzig.de

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